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Samstag, 19. Januar 2008


Der Monat Januar hat seine Mitte bereits überschritten und der Zustand der Mittellosigkeit hat sich in der mittlerweile gewohnten Art breit gemacht. Ich hätte nie gedacht, dass man sich auch daran gewöhnen kann und es sich damit leben lässt. Wie – das ist eine andere Sache. Man wird wie ganz von alleine zum Meister der Improvisation, tut Dinge, die man früher nie getan hätte und arrangiert sich so gut es geht mit dem Leben ohne Geld. Noch habe ich die Möglichkeit meine bescheidene Rente durch Arbeiten etwas aufzustocken – nur, wie lange werde ich das noch tun können frag ich mich. Worauf muss ich noch alles verzichten um die Tage, Nächte, Wochen zu überleben ohne dass ich in die Kriminalitätsstatistik abrutsche? Tja, was tut jemand der Hunger hat, aber kein Geld um sich etwas Essbares zu kaufen? Ganz einfach: Er nimmt sich etwas aus den Regalen im Supermarkt. Wenn er Glück hat wird er von den Securities oder den Detektiven nicht erwischt. Wenn er Pech hat bekommt er eine Anzeige und hat trotzdem nichts zum Beißen.

 

Mir selber ist so etwas noch nicht passiert – wohl auch deswegen weil ich bisher noch nichts auf diese Art und Weise mir zu Eigen machte. Ein bisschen hungern hat mir bisher auch nicht geschadet und meine Figur ist dafür auch noch dankbar. Sieht sie immerhin doch ganz passabel aus und fällt nicht unter die Rubrik „Übergewichtig“. Trotzdem – es nervt wenn Mitte des Monats kein Geld mehr da ist. Wenn man sich überlegen muss ob man jetzt für die letzten paar Cents Katzenfutter oder lieber für sich selber etwas Essbares erwirbt. Natürlich entscheidet man sich für die Tiernahrung. Was können die Stubentiger denn dafür, dass alles immerzu teurer wird und das Geld immer mehr an Wert verliert?

 

Ich bin zu müde um mich darüber noch aufzuregen – ich kann daran ja leider nichts ändern. Es scheint, als planten die von uns gewählten Vertreter des Volkes genau dieses immer mehr in die Enge zu treiben und zu vernichten. Mit einer himmelschreienden Unverschämtheit erhöhen sie sich ihr Einkommen um hunderte von Euro und können sich wahrscheinlich alleine schon deshalb nicht mehr vorstellen wie es jemandem geht, der nicht mal so viel wie die Erhöhung überhaupt zum Leben zur Verfügung hat. Sie können sich nicht vorstellen, dass Mägen knurren, dass Wunden nicht verbunden werden können weil kein Geld da ist um in der Apotheke Pflaster zu kaufen, dass Kinder nicht draußen spielen können weil ihnen eine warme Jacke fehlt und die Turnschuhe vom letzten Sommer zu klein geworden sind und Löcher haben. Sie können sich so vieles nicht vorstellen.

 

Sie können allerdings Gesetze verändern um Jugendliche, die sich bei all der Ungerechtigkeit verarscht fühlen und deren Wut so weit angewachsen ist, dass sie sich bei der geringsten Kritik angegriffen fühlen und sich wehren, die ihre Wut entladen – natürlich nicht dort wo es verständlicherweise angebracht wäre, sondern wieder bei den Falschen: bei Schwächeren; angemessen zu bestrafen. Sie wollen Gesetze ändern anstatt die Ursachen zu bekämpfen, durch die Gewalt entsteht. Verkehrte Welt!

 

Aber ich wollte eigentlich nur sagen, dass ich am Ende des Geldes angekommen bin und noch ziemlich viel Monat übrig ist. Aber ich bin ja nicht die Einzige, die dieses Problem hat – es werden immer mehr. Welcome!!!

 

B.S.

19.1.08 17:38
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


ΞĻ CФmmandante / Website (20.1.08 18:40)
hallotschi!

mich stimmt das sehr traurig, was ich hier lese.....im monat jänner hab ich bereits am 29.12. kein geld mehr gehabt. meine frau ist noch im geld, bei der borge ich mir immer was aus....alle 3 monate von der eineinhalbfachen pensi kann ich dann alles zurückzahlen.....ich wurde mit 33 frühpensioniert....im november hab ich zu rauchen aufgehört, im dezember zu saufen......ich schick dir das pw für die zwischennetzzeitung zu. zuerst hat es nicht funktioniert...

gruß
thomas

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