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Leben

Es tat oft weh..

Es tat oft weh, ich kann mich erinnern. Manchmal schmerzt es noch -  Messer durchbohrten mich und es kostete Kraft zu atmen bei dem Gedanken dass doch alles nicht geschehen ist und dass es nur ein Albtraum sein möge. Aber es war kein Traum - es ist Realität.

Dies alles spielt sich in der Wirklichkeit ab und jeglicher Eingriff in den Ablauf derselben ist mir verwehrt. Dies zu begreifen dauerte eine lange Zeit, die jedoch jetzt im Nachhinein betrachtet viel zu schnell vergangen ist. Manchmal habe ich den Eindruck, je schneller die Zeit an mir vorüber rennt, desto gelassener und ruhiger werde ich selber. Ich hab es aufgegeben ihr nachzurennen, hab eingesehen, dass ich es mit ihr nicht aufnehmen kann und mich zufrieden geben muss mit meiner kleinen, kurzen Existenz inmitten des allumfassenden Zeitraums in dem ich mich bewege.

Als die Wirklichkeit mein Drehbuch schrieb, sie sich allerdings nicht entscheiden konnte ob es eine Tragödie oder eine Komödie  sein soll, hat sie spontan wie sie ist einfach beides kombiniert. Tja, ich hab mich ja um die Hauptrolle gerissen - das hab ich jetzt davon. Was ein richtiger Schauspieler ist, der versucht sein Bestes zu geben. Und das tat und tue ich immer noch. Scheißjob manchmal! Aber man gewöhnt sich an alles. Manchmal ernte ich dafür sogar Applaus. Nunja zugegeben „Standing Ovations“ waren noch nicht so oft dabei - aber es hat sie schon gegeben.

Ja, mittlerweile gefällt mir dieser Part den ich spiele - es ist mein (außer)gewöhnliches Leben das ich führe. Es entspricht nicht dem Normalen, triftet nach allen Seiten hin ab in Metiers, die manch einer nur aus dem Kino kennen wird. Es ist wie ein Film im Film - ein Film dessen Ende völlig anders sein wird als geplant und ich bin neugierig auf das Ende. Die Messer haben an Schärfe verloren und mein Atmen lässt es zu, dass ab und an Bilder auftauchen aus einer Zeit in der ich unbeschwert und frei von Erfahrung mich dazu verleiten ließ mein Herz zu öffnen und zu lieben. Liebe - ohne sie wäre Nichts etwas wert, und mit ihr wird aus dem Nichts Alles…

B.S.   

9.11.08 12:53


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Kopf-Salat

Was habe ich für sinnlose Kämpfe mit mir gefochten um dann bei aller Überlegung doch wieder wie fast immer die falsche Entscheidung zu treffen. In bester Absicht und jedes Mal wieder mit der, na ja nicht immer vollsten Überzeugung traf ich die absolut falsche Entscheidung - oberflächlich betrachtet.

Es befindet sich so viel an sinnlos verdachtem Gedankengut dessen Aussagen ich irgendwann einmal als die einzig Richtige  Möglichkeit verstanden habe und das jetzt durcheinandergewirbelt und von der Kraft jüngerer Geistesblitze veraltet und überholt erscheint in meinem Kopf. Mein Kopf - er ist schwer geworden und ich müde. Müde meiner selbst und der sich immer mehr als düster darstellenden Zukunft. Eine Zukunft welche für mich nicht mehr lebenswert ist, in der ich mich jetzt schon nicht wohl fühle und alleine der Gedanke an das was noch alles auf uns zukommt - und das mit 100%iger Sicherheit - lässt mich erschauern und Gefühle wie Angst und Traurigkeit tanzen sich schützend aneinanderschmiegend ihren letzten Tango.

In genau derselben Sekunde verteile ich erwartungsgemäß emotionslose Ratschläge als höriger Engel der Halbwahrheiten.

B.S.

9.9.08 14:11


Fingerlinge..

Bleiern liegen meine rheumatoiden Finger auf der Tastatur – darauf wartend den Befehl zur Orientierung zu erhalten. Den Befehl, genau die Buchstaben zu berühren die in ihrer späteren Anordnung einen Text ergeben. Einen Text der wenigstens vom Ansatz her einen kleinen Sinn ergibt und noch besser, vielleicht sogar noch eine Aussage enthält. Sie sind heute besonders schwerfällig meine Finger. Beinahe schon hat es den Anschein als wollten sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Sie sind ziemlich eigenwillig in letzter Zeit. Immer öfter verhalten sie sich anders als ich es gerne hätte, tun Dinge ungern oder bei manchem versagen sie vollends ihre Dienste. Heute spüre ich den Widerstand besonders stark. Ja, es schmerzt und obwohl ich bereits betäubt durch diverse Dopamine meine Synapsen derart beeinflusst habe auf mein Belohnungssystem einzuwirken, noch nicht wirklich die Belohnung spüre der ich an sich gewillt wäre sie als Glück zu empfinden. Glück – ein Zusammenspiel mehrerer chemischer Stoffe, die aus welchem Grund auch immer sich in unseren fleischbemantelten Körpern ihr Unwesen treibend sich verselbständigen und Verbindungen eingehen. Mehr ist Glück nicht. Glück ist nichts weiter als Einbildung. Glück ist allenfalls die Einstiegsdroge überhaupt. Alle wollen permanent glücklich sein, sich stark, schön, unsterblich fühlen. Dafür nehmen sie genau wie andere Junkies nur noch das um sich wahr was ihnen zur Befriedigung ihrer Sucht verhilft. Wie bei fast allen Drogen lässt die Wirkung immer schneller nach und die Abstände nach dem Wunsch auf das Gefühl der Geborgenheit werden immer kürzer und wir spüren das Elend um uns herum plötzlich mit so einer Wucht als würden wir gegen eine graue, steinerbaute, moosbewachsene, feuchte, nach Moder riechende Kellerwand rennen. Wir sind in der Realität!!!

 

Meine Finger haben sich mit mir arrangiert und sie bewegen sich, zwar nicht genau immer dorthin wo ich es manchmal lieber gehabt hätte beim späteren Überfliegen des Ergebnisses meines kleinen Ausbruchs, aber sie bewegen sich zumindest. Falls ich also mal wieder richtig großen Mist geschrieben habe, der keinerlei Sinn ergeben zu scheint, so liegt das heute nicht an mir, sondern an meinen Fingern, die trotz aller Abneigung doch immer noch meine sind. Einen schönen Sonntag noch Euch da draußen in euren Kellern…

 

B.S.

27.7.08 16:03


Frühling

Der Frühling hat sich aufgebaut und wirbt mit Vogelgezwitscher, blauem Himmel und Sonnenschein um Aufmerksamkeit. Sogar ich verspüre so etwas wie Freude beim Anblick dieser Kulisse, die sich mir bietet wenn ich meine Jalousien hoch ziehe und dem Dunkel um mich herum für eine Weile den Rücken zuwende. Erinnerungen tauchen auf, schon längst vergessen geglaubt, und doch so nah als wäre es erst gestern gewesen. Erinnerungen an Momente in denen ich mich geborgen fühlte und Gefühle wie sie mich heute begleiten noch nicht kannte. Erinnerungen an meine Kindheit. Ich weiß noch genau wie die Luft um mich gerochen und das feuchte, kühle, von vereinzelten Gänseblümchen geschmückte Gras geduftet hat. Für einen Moment bin ich wieder genau dort – in meinem Frühling.

 

Hab mir vorgenommen heute los zu ziehen und Erinnerungen zu sammeln – für die Zukunft. Man weiß nie wozu man sie noch brauchen kann.

 

Schönen Tag Euch da draußen…

 

B.S.

2.5.08 10:56


Momentaufnahme

Es tat oft weh, ich kann mich erinnern. Vor langer Zeit konnte ich den Schmerz noch spüren. Messer durchbohrten mich und es kostete Kraft zu atmen bei dem Gedanken dass doch alles nicht geschehen wäre und dass es nur ein Albtraum sein möge. Aber es war kein Traum - es ist Realität. Dies alles spielt sich in der Wirklichkeit ab und jeglicher Eingriff in den Ablauf derselben ist mir verwehrt. Dies zu begreifen dauerte eine lange Zeit, die jedoch jetzt im Nachhinein betrachtet viel zu schnell vergangen ist. Manchmal habe ich den Eindruck, je schneller die Zeit an mir vorüber rennt, desto gelassener und ruhiger werde ich selber. Ich hab es aufgegeben ihr nachzurennen, hab eingesehen, dass ich es mit ihr nicht aufnehmen kann und mich zufrieden geben muss mit meiner kleinen, kurzen Existenz inmitten des allumfassenden Zeitraums in dem ich mich bewege.

Dass die Wirklichkeit mit mir in der Hauptrolle ein Drehbuch schrieb bei dem die Zuordnung  "Tragödie" und "Komödie" gleichermaßen stimmen würde, ist mir vor geraumer Zeit bewusst geworden und ich gewöhnte mich daran. Ja, mittlerweile gefällt mir dieser Part den ich spiele - es ist ein außergewöhnliches Leben das ich führe. Es entspricht nicht dem Normalen, triftet nach allen Seiten hin ab in Metiers, die manch einer nur aus dem Kino kennen wird. Es ist wie ein Film im Film - ein Film dessen Ende völlig anders sein wird als geplant und dennoch der Aufführung die einzig erklärbare Aussage geben wird, die der Einzigartigkeit. Heute spüre ich keine Messer mehr und mein Atmen lässt es nur zu, dass ab und an Bilder auftauchen aus einer Zeit in der ich unbeschwert und frei von Erfahrung mich dazu verleiten ließ mein Herz zu öffnen und zu lieben. Liebe - ohne sie wäre Nichts etwas wert, und mit ihr wird aus dem Nichts Alles...

B.S.   

12.4.08 16:32


Fleischige Phantasien

Es scheint als wird heut mal wieder Schnitzel geklopft hier im Haus. Jedes mal sonntags - in letzter Zeit mindestens alle 2 Wochen, hör ich dieses penetrante Geklopfe. Dumpf dringt es durch die dicken Mauern durch vier oder drei Stockwerke herunter zu mir in den zweiten Stock. Schnitzel – naja, ich nehme an dass es so etwas in der Art ist, dass da durchgeklopft wird.

 

Wer weiß, vielleicht haut sich ja auch einer seinen Kopf in immer gleichen, schnell hintereinander folgenden Abständen gegen die Wand des Raumes in dem er sich gerade befindet. Er wurde vielleicht sogar dort hin eingesperrt und weg geschlossen. Er liegt vielleicht gefesselt auf einem Bett oder vielleicht sogar auch nur auf dem Holzfußboden, kann nichts weiter bewegen als seinen Kopf und mit Hilfe dessen versucht er nun mit aller Gewalt sich bemerkbar zu machen. Schreien kann er auch nicht, man hat ihm einen breiten Klebestreifen dreimal fest über seinen Mund drapiert und fünfmal rings um seinen Kopf befestigt. Also kann er nur seinen Kopf als Hilferuf benutzen.

 

Moment mal, jetzt ist es wieder ruhig – das dumpfe Schlagen gegen die Wand hat aufgehört. Eine Ohnmacht hat den armen, geknebelten, gefesselten, weg gesperrten Menschen vorübergehend ruhig gestellt. Wie lange bloß?

 

Nunja, da so eine Ohnmacht wohl keine zwei Wochen anhalten wird, denke ich mal, dass es sich dann doch wohl nur um das Klopfen von einem Kilogramm Schnitzelfleisch gehandelt haben wird. Was es wohl dazu gibt? Ich könnte mir Kartoffelsalat gut dazu vorstellen. Mahlzeit!

 

 

B.S.

 

6.4.08 15:39


Alt?

Im Sekundentakt verändern wir uns, verändert sich alles und wird niemals mehr genau so sein wie in der Sekunde vorher – und wir merken lange Zeit nichts davon. Wir merken  nicht, dass jede Sekunde unseren Körper verändert und irgendwann, ganz plötzlich – wieder in einer von den Sekunden – merken wir es. Wir sind nicht mehr jung!

Es fällt mir immer noch schwer mich damit abzufinden. Natürlich rede ich mir ein, dass es mir nichts ausmacht älter zu werden und dass ich mich wohl fühle in meiner nicht mehr so taufrischen Haut. Aber es stimmt nicht. Es gefällt mir ganz und gar nicht, dass die Konturen meines Gesichts sich veränderten und dass, wenn ich in den Spiegel schaue ich erkennen muss, dass ich fast so alt ausschaue wie ich bin. Wobei ich mir schon wieder einrede, dass ich ja für dieses Alter noch recht ansehnlich bin. Ja, so redet man sich selber manchmal schön. Aber was soll ich machen? Soll ich jetzt nicht mehr in den Spiegel, sondern gleich der Wahrheit in’ s Gesicht schauen? Ziemlich unerfreulich finde ich das und hör lieber auf weiterhin darüber nachzudenken. Es ist schon schrecklich genug, dass ich weiß, dass die Situation ja nun in keinster Weise besser werden wird, sondern es einfach so ist wie es ist und nur, weil ich es bin die Natur mit Sicherheit keine Ausnahme machen wird und mich wieder so schön werden lässt wie ich noch bis vor kurzem war. Tja, ich sollte mich wohl damit abfinden und mich von der Zeit treiben lassen,  ihr nicht versuchen zu entfliehen und mich  flüchten in längst Vergangenes, im Moment überhaupt nicht mehr Wichtigem und mich dort spüren wollen, anstatt mich hier  wahr zu nehmen.

Vielleicht geht es mir dabei besser – bin gespannt wer mir noch so alles entgegensieht, wenn ich in den Spiegel schaue. Wird ja vielleicht noch ganz lustig….

B.S.

2.3.08 16:45


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