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Fingerlinge..

Bleiern liegen meine rheumatoiden Finger auf der Tastatur – darauf wartend den Befehl zur Orientierung zu erhalten. Den Befehl, genau die Buchstaben zu berühren die in ihrer späteren Anordnung einen Text ergeben. Einen Text der wenigstens vom Ansatz her einen kleinen Sinn ergibt und noch besser, vielleicht sogar noch eine Aussage enthält. Sie sind heute besonders schwerfällig meine Finger. Beinahe schon hat es den Anschein als wollten sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Sie sind ziemlich eigenwillig in letzter Zeit. Immer öfter verhalten sie sich anders als ich es gerne hätte, tun Dinge ungern oder bei manchem versagen sie vollends ihre Dienste. Heute spüre ich den Widerstand besonders stark. Ja, es schmerzt und obwohl ich bereits betäubt durch diverse Dopamine meine Synapsen derart beeinflusst habe auf mein Belohnungssystem einzuwirken, noch nicht wirklich die Belohnung spüre der ich an sich gewillt wäre sie als Glück zu empfinden. Glück – ein Zusammenspiel mehrerer chemischer Stoffe, die aus welchem Grund auch immer sich in unseren fleischbemantelten Körpern ihr Unwesen treibend sich verselbständigen und Verbindungen eingehen. Mehr ist Glück nicht. Glück ist nichts weiter als Einbildung. Glück ist allenfalls die Einstiegsdroge überhaupt. Alle wollen permanent glücklich sein, sich stark, schön, unsterblich fühlen. Dafür nehmen sie genau wie andere Junkies nur noch das um sich wahr was ihnen zur Befriedigung ihrer Sucht verhilft. Wie bei fast allen Drogen lässt die Wirkung immer schneller nach und die Abstände nach dem Wunsch auf das Gefühl der Geborgenheit werden immer kürzer und wir spüren das Elend um uns herum plötzlich mit so einer Wucht als würden wir gegen eine graue, steinerbaute, moosbewachsene, feuchte, nach Moder riechende Kellerwand rennen. Wir sind in der Realität!!!

 

Meine Finger haben sich mit mir arrangiert und sie bewegen sich, zwar nicht genau immer dorthin wo ich es manchmal lieber gehabt hätte beim späteren Überfliegen des Ergebnisses meines kleinen Ausbruchs, aber sie bewegen sich zumindest. Falls ich also mal wieder richtig großen Mist geschrieben habe, der keinerlei Sinn ergeben zu scheint, so liegt das heute nicht an mir, sondern an meinen Fingern, die trotz aller Abneigung doch immer noch meine sind. Einen schönen Sonntag noch Euch da draußen in euren Kellern…

 

B.S.

27.7.08 16:03
 


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