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23. Februar 2008

Die Sonne dringt durch meine halb geöffneten Jalousien in mein efeuumranktes Fenster zu mir durch. Der Himmel in seinem heutigen blauen Outfit, das so schrill ist, dass sogar einige Vögel verschreckte Laute von sich geben und mich darauf aufmerksam machen, welch ein wunderschöner Tag heute sein muss – draußen jedenfalls, trägt seinen Teil dazu bei mir zu zeigen, dass der Frühling nicht mehr weit ist. Ich sollte mich auch an die Luft begeben und die Natur auf mich wirken lassen. Was mich davon abhält ist meine momentane körperliche Verfassung, die mich im Würgegriff hält. Schon wochenlang schleppe ich mich mit dieser ekelhaften Erkältung (ich nehme an, dass es eine solche ist) mit mir herum und es geht mir immer schlechter anstatt sich dieser Zustand endlich wieder normalisiert und ich mich fühle wie ein Mensch und nicht wie ein gelähmter Klumpen Fleisch, der darauf wartet, dass man ihn in die Pfanne haut und vertilgt. Warten – ich könnte noch nicht einmal behaupten, dass ich warte, worauf auch? Alles scheint zu geschehen ohne dass ich auch nur das Geringste dazu beitrage. Das Leben zieht auch ohne mich an mir vorüber und ich hab irgendwann aufgehört mich darüber zu ärgern. Ich ärgere mich allenfalls über mich, dass ich es zu lasse und mich fast wie gelähmt selber wahr nehme und feststellen muss, dass das einzige was ich noch spüre Schmerzen sind.

Schmerzen! Sie sind allgegenwärtig, lassen sich auch nicht für wenigstens eine kurze Zeit außer Gefecht setzen. Sie sind resistent gegen mittlerweile schon ziemlich hoch dosierte Mengen an verschreibungspflichtigen Drogen, die ich routiniert schlucke in der Hoffnung auf ein paar schmerzfreie Momente, die ich dann ärgerlicherweise  meistens verschlafe und nicht mit bekomme. Manchmal, beim Aufwachen warte ich bewegungslos daliegend nur darauf, dass ich sie spüre, dass ich merke: Sie sind immer noch da und sie werden nie aufhören mich zu quälen. Und sie lassen nicht lange auf sich warten – sie begleiten mich und ob ich will oder nicht es bleibt mir nichts weiter übrig als mich mit ihnen zu arrangieren, damit ich wieder einen Tag überstehe. Liest sich ziemlich deprimierend, oder? Ist es auch – trotzdem werde ich mich überwinden und meinen Körper heute an die Luft schleppen um etwas von dem durch mein Fenster zur mir dringendem Gespür hautnah zu erleben und in mich aufzunehmen, zu riechen, zu spüren. Ich will für eine kleine Weile dazu gehören, so als wäre alles in Ordnung. Noch lebe ich!

 BpunktSpunkt

23.2.08 13:56
 


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