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Samstag

Es ist schon wieder fast 14.00 Uhr und ich sitze immer noch im Nachthemd hier rum. Mich erwartet Nichts und ich genieße meine Verabredung mit demselben. Draußen ist es klirrend kalt und ich bin froh, nicht irgendwelchen Verpflichtungen nachgehen zu müssen, die mich dazu zwingen dorthin zu gehen. Soeben habe ich das Geschirr, welches sich während meiner Abwesenheit angehäuft hat gespült und die Ordnung wie sie mir gefällt wieder halbwegs hergestellt. Ja, Ihr lest richtig: "während meiner Abwesenheit"! Mein Sohn war oder ist der Übeltäter.Er hat anscheinend eine Auszeit von seiner Wohnung genommen - ich möchte nicht wissen wie es dort ausschaut - und meinte wohl, dass er bei mir seiner Kreativität in Sachen Benutzung von Geschirr freien Lauf lassen kann. Angeblich hat er "sauber" gemacht und gespült. Naja - "sauber" ist irgendwie anders, aber egal. Jetzt kommt der Zustand dem Begriff schon wieder etwas näher. Irgendjemand muss ja meine Katzen versorgen wenn ich nicht da bin. Ich beschwer mich ja auch gar nicht - ist eh sinnlos.

Jedenfalls ist momentan noch Ruhe um mich herum und die geniesse ich einfach. Erfahrungsgemäß überfällt man mich im Laufe des Nachmittags und beschlagnahmt meine Couch um von meinem Fernseher und aus meinem Kühlschrank die neuesten Nachrichten und Errungenschaften zu entnehmen. Eigentlich mag ich meine Kinder ja - aber manchmal, manchmal sogar sehr, gehen sie mir derart auf den Senkel, dass ich mir wünsche ich wäre unfruchtbar gewesen und hätte nicht zweimal das "Glück" der Empfängnis am eigenen Leib erfahren dürfen. Trotzdem: "Dankeschön für dieses Erlebnis". Man gönnt sich ja sonst nichts. Der Spruch meiner Oma: "kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen" stimmt übrigens wie so manch anderer Spruch an den ich mich erinnern kann. Sie meinte auch: "Je älter man wird, desto schneller vergeht die Zeit." Ja, auch das kann ich vollstens bestsätigen. Keine Ahnung wieso ich jetzt schon fast 55 Jahre alt bin. Eben noch war ich 16 und wollte unbedingt schon 18 sein. Unglaublich!

Aber was rede ich hier eigentlich? Es entspringt alles meinen eigenen Entscheidungen. Irgendwann war ich eben der Meinung so zu handeln wie ich dachte dass es richtig ist - ich schätze mal eher, ich habe überhaupt nicht gedacht. Tut man ja auch meistens nicht - man macht einfach, ohne zu überlegen was manche Handlungen für Folgen nach sich ziehen. Im Nachhinein darüber nachzudenken ist genau so sinnlos wie einen Kondomautomaten im Nonnenkloster aufzuhängen. Also, was soll's - Es ist wie es ist, und es ist gut so. So redet sich jeder sein kleines, beschissenes Leben so angenehm zurecht wie er es braucht. Ich tu' das auch und manchmal hab ich nichts weiteres zu tun als darüber zu schreiben - nicht viel, aber wenigstens ein bisschen, so wie jetzt.

Schönen Tag wünsch ich!

BpunktSpunkt

5.1.08 13:59


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Gedanken kurz vorm Infarkt

Herz, klopf mir nicht so toll herum. Machst Du mir Angst oder bringt Dir meine Angst die Furcht so nah, dass Du erschrocken fast zum Stein Dich wandelst und meinen Atem von Dir stößt, so dass ich fast ersticke? Nicht länger kann ich das ertragen. Zu wissen, dass ein Morgen kommt und der nicht wirklich besser ist als Heute. Es fehlt nicht viel – es fehlt an Freude.

Herz, gern würde ich Dir Freude liefern, damit Du ruhig schlagen kannst. Doch hab ich selber viel zu lange schon, sie irgendwann – irgendwo einfach so verloren. Ich hab es gar nicht mit gekriegt. Nur kleine Dinge waren es, die mich mit Freude leben ließen. Sie sind verschwunden irgendwann. Zurück blieb ich – die Freude war gestorben.

Herz, mein Leben liegt allein bei Dir. Klopf langsam und verzähl Dich nicht. Wir können uns das nicht erlauben. Was willst Du ohne mich denn machen? Dann hat sich’s aufgehört mit Schlagen, mit Pumpen und mit Rhythmusfehlern, die kannst Du Dir dann nicht mehr leisten. Komm jetzt, beruhig Dich – bleib relaxt. Lass meinen Atem Dich massieren und lass uns schlafen gehen.

 

B.S.     (6.11.2007)

 

6.1.08 11:37


Dschungel

Die scharfen Nägel bohren sich in die linke Schulter, hinterlassen Spuren blutiger Furchen. Kein Anlass für diese Aktion, es sei denn die Hilflosigkeit gegenüber der Gefühle eigenen Fleisch und Blutes – welches verzweifelt für Gerechtigkeit einsteht und dennoch missverstanden von geliebten Existenzen trotzig versucht geliebt und verstanden zu werden.

Denken ist schwierig – nachdenken erscheint wie ein Hämmern gegen kalte, feuchte Mauern aus jahrhundertealten Steinen, meterhoch und ohne den kleinsten Riss um einen Lichtstrahl durchzulassen. Das Blut rinnt warm über die Schulter und zerstört für einen Augenblick die Angst vor dem Abtauchen in die Dunkelheit der eigenen Seele. Schreie – laut, verzerrt, hilflos – und dann endlich Stille.

Lautlos kriecht die Angst auf der Suche nach furchthungrigen Kumpanen, die in schlaflosen Nächten nur darauf warten von ihr gefunden zu werden um eine Rechtfertigung ihrer Paranoia zu erhalten, durch den Dschungel der Stadt. Neonlicht bestrahlte Schatten, glitzern in der Vereinigung mit der Nässe der Pflastersteine und bewegen sich unaufhaltsam weiter durch die glitzernde Nacht. Gladiatoren der Großstadt, warten auf ihren nächsten Auftritt – hoffen auf Applaus, um ihre Wunden zu salben mit der Mixtur aus Eitelkeit und Geltungssucht.

Allein – vorbei der Kampf mit den worauf auch immer vorgeschriebenen Gesetzen der Moral und ihren zur Korruption mutierten Nachfahren. Diesen aus dem Weg gehen! Sie nicht beachten, nicht den Norm(al)en dieser aus Neid und Missgunst unter Vergewaltigung des Gewissens entstandenen Ergüssen an Unmenschlichkeit entsprechen – wirkt wie eine Massage von starken, warmen Händen und wohlig gibt sich der narbige Leib auf die Reise mit sich. Gute Fahrt!

B.S.   (21.2.2006)  

6.1.08 12:54


Argumente - Argumente

Union will SPD bei Mindestlohn die Stirn bieten

Sonntag, 6. Januar 2008, 12:56 Uhr

Berlin (Reuters) - Im Streit über die angemessene Bezahlung von Geringverdienern versucht die Union mit der Forderung nach staatlichen Lohnzuschüssen gegen das Mindestlohn-Modell der SPD zu punkten.

CSU-Chef Erwin Huber sagte, die Menschen müssten sich auf garantiertes Einkommen verlassen können. "Wenn der Lohn dazu nicht reicht, muss der Staat es aufstocken", sagte Huber der "Süddeutschen Zeitung" vom Samstag. Das eigene Lager warnte er, mit einer Politik des Nein-Sagens auf die SPD-Kampagne für einen flächendeckenden Mindestlohn zu reagieren. "Wir dürfen den Mindestlohn nicht einfach alternativlos ablehnen. Wir müssen unser Modell eines Mindesteinkommens dagegensetzen."

Auch Bundeskanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel deutete ein Einspringen des Staats an: Ihr sei es lieber, wenn ein junger Mensch ohne Abschluss eine Arbeit mit einem staatlichen Zuschuss habe, als dass er seine Arbeit wegen eines zu hohen Mindestlohns verliere. Zugleich bekräftigte sie die Ablehnung flächendeckender Mindestlöhne: "Ein allgemeiner, flächendeckender Mindestlohn ist nicht die Antwort auf die Probleme in Deutschland", sagte sie der "Bild am Sonntag".

Wie Merkel führte auch Huber das Argument drohender Jobverluste gegen den Mindestlohn ins Feld. Die von der SPD geforderte Lohnuntergrenze von 7,50 Euro pro Stunde vernichte Arbeitsplätze, bekräftigte Huber. Allerdings müsse die Union nun aktiver für ihre Vorstellungen werben. "Wir dürfen uns nicht von der sehr stark wahltaktisch motivierten Kampagne der SPD in die Defensive drängen lassen", sagte er.

Ein vom Staat garantiertes Mindesteinkommen werde nicht zu Lohndumping führen. Dies lasse die große Nachfrage nach Arbeitskräften nicht zu. Über einen zu hohen Mindeststundenlohn würden die Menschen dagegen völlig in die Abhängigkeit vom Sozialstaat getrieben. "Wir brauchen in bestimmten Bereichen eine Kombination aus Einkommen und staatlichen Leistungen."

SPD-Chef Kurt Beck kündigte an, den hohen politischen Druck auf die Union in der Mindestlohn-Debatte zu halten. Dem "Spiegel" sagte er, die Union habe bei diesem Thema ordnungspolitisch versagt. "Im Prinzip ist die Weigerung der Union, Mindestlöhne durchzusetzen, doch Verrat an den ehrlich arbeitenden Menschen und den ehrlich wirtschaftenden Unternehmen in diesem Land", sagte er. "Wer vollschichtig arbeitet, für den sollte sich diese Leistung mindestens so sehr lohnen, dass er ohne staatliche Zuschüsse leben kann."

Der stellvertretende SPD-Fraktionschef im Bundestag, Ludwig Stiegler warf Huber vor, "die Menschen für Hungerlöhne arbeiten lassen und sie mit Sozialhilfe am Leben halten zu wollen." Wirtschaftsmodelle, die auf Hunger- und Dumpinglöhnen aufgebaut seien, böten den Menschen keine Zukunft. Arbeitsminister Olaf Scholz bekräftigte, es sei ein Skandal, dass bei vielen Menschen der Lohn nicht für den Lebensunterhalt reiche. "Dieser Skandal muss beendet werden", sagte er bei einer Wahlkampfveranstaltung in Braunschweig. "Mindestlöhne gehören zu einem modernen Sozialstaat dazu", betonte der SPD-Politiker.

Der SPD-Vorstand will am Montag in Hannover einen Zehn-Punkte-Plan zum Thema "Gute Arbeit" verabschieden, in dem erneut flächendeckende Mindestlöhne gefordert werden. Die Koalition hatte sich als Kompromiss nur branchenbezogene Mindestlöhne geeinigt, die die Tarifparteien bis Ende März beantragen müssen. Im hessischen Landtagswahlkampf hat die SPD eine Unterschriftenaktion für den Mindestlohn gestartet.

 

6.1.08 13:28


Moment(an)

Wertlos wie ein alter, zerrissener, oft benutzter und dann doch endlich ausrangierter Kartoffelsack verbringe ich meine Tage, Nächte und sogar die Zeit dazwischen. Den Versuch, etwas daran zu ändern habe ich aufgegeben – schon alleine deswegen weil ich weiß, dass sich nichts ändern wird. Es wird so weiter gehen und wie zu befürchten ist sicherlich noch schlimmer werden. Zeiten ändern sich – und die Zeit in der sich meine unwichtige Wenigkeit momentan versucht über Wasser zu halten ist schwierig geworden. Vieles ist mittlerweile unerreichbar geworden für mich. Träume werden sinnlos und erscheinen von vorne herein utopisch. Träume – irgendwann vor langer Zeit hatte ich einige davon. Wo sind sie geblieben frag ich mich. Oft denke ich, dass es vielleicht besser gewesen wäre ich hätte einfach weiter geträumt und nicht den Versuch unternommen sie in die Tat umzusetzen. Bei einigen ist es mir gelungen und für eine geraume Zeit erfüllten sich meine Erwartungen. Aber nichts bleibt wie es ist. Unvorhersehbares geschah – womit ich nicht rechnete, nicht zu der Zeit als es mir gut ging, oder besser als ich dachte, dass es mir gut geht. Ich machte denselben Fehler den der Großteil der Menschheit macht: Ich strebte nach Gut und Geld.

Dieses Geld – an sich wertlos und sich lediglich aus Papierfetzen darstellendes Etwas ist für das Unglück in dieser, unserer eigentlich wunderschönen Welt verantwortlich. Ich frage mich, wer dafür zur Verantwortung gezogen werden kann, dass der Wert eines Menschen davon abhängig gemacht wird, wie viel Papierfetzen er mit sich rum schleppt und sie in Konsumgüter eintauscht, die er ohne dieses Tauschmittel nicht bekommt? Wer gab dem Geld diese Macht?

"Wenn die Macht der Liebe die Liebe zur Macht übersteigt, erst dann wird die Welt endlich wissen, was Frieden heißt."

Es war kein geringerer als Jimi Hendrix, der diese weisen Worte irgendwann von sich gab und so jung er auch noch war, als er starb – diese Worte zeugen davon, dass er ein weiser Mann gewesen ist. Leider halten sich daran nur ganz wenige, und die die es tun werden von den anderen als verrückt erklärt oder für blöd hin gestellt. Es wird versucht Ihnen ihr Tun als nicht akzeptabel auszureden. Die Welt, in der wir gerade leben hat keinen Platz für „Liebe“ – schon gar nicht für Nächstenliebe. Liebe wird allenfalls akzeptabel wenn sie mit Sex verwechselt wird. Sex – früher als etwas Besonderes empfunden, ist heutzutage manchmal schon unerträglich, weil er oder es oder was auch immer einen von früh bis spät in seiner Nacktheit vor Augen gehalten wird. Mit Liebe hat das nichts mehr zu tun. Auch hier geht es nur noch um die Macht – und mal wieder um die Macht des Geldes.

Liebe ist eine Einnahmequelle geworden und der Wert und der Sinn und die Einzigartigkeit sind damit verloren gegangen. Mit Liebe verdient man Geld – wobei ich jetzt noch nicht mal die Prostitution meine – die gab es schon immer. Ich meine den Kommerz der damit betrieben wird. Nicht die Mädchen, die um zu überleben ihren Körper verkaufen – nein, ich meine die Mächtigen, die die Schwachstellen der Menschheit dazu benutzen um Reichtümer anzusammeln und somit in der Hierarchie der Mächtigen immer weiter nach oben steigen und dafür auch noch Anerkennung erlangen und Applaus ernten. Nein, diese Epoche (vielleicht ändert sich alles irgendwann einmal wieder) so wie sie sich jetzt darstellt gefällt mir nicht im Geringsten. Damit kann ich mich nicht mehr identifizieren und will es auch nicht. Lieber bin ich verrückt, psychotisch und von mir aus auch nicht mehr ganz dicht im Kopf – und es ist mir auch egal wenn man hinter meinem Rücke sich die Mäuler darüber zerreißt dass ich mich ausnutzen lasse, nur weil ich emotionalen Beistand leiste. Mit Geld kann ich soundso nicht helfen, davon hab ich schon lange keines mehr. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ach, bin ich heute mal wieder geladen – besser ich hör erstmal wieder auf hier zu schreiben, für heute zumindest.

Einen schönen Abend wünsch ich Euch da draußen in dieser immer merkwürdiger werdenden Welt.

BpunktSpunkt

6.1.08 16:46


Hypothese

Spiralförmig steigen nachts

Plastikstühlen entwichene

Klänge surrealistisch

in den Sternenhimmel.


Die Bürokratenseele des

aufbereiteten Soldaten

sprengt unmittelbar danach

den Strand im Mond.

 

Unterbewußten ahnt schrecklich:

zeitlich gewachsenes Ungeziefer

betreibt unmittelbar Regierung.

Elche, gewachsen in Metropolen.

 

B.S.

6.1.08 18:03


Das Insekt

Ich flieg um mich herum,
wie ein gefräßiges Insekt.
Mein Stachel ist schon sehr verbogen,
er hat schon wieder was entdeckt.


Da sitz ich nun, genervt vom Summen
der eigenen Angriffsstrategie,
und weiß, auch wenn ich doch gewinne,
der Sieger bin ich leider nie.


Nur in der Nacht, in dunklen Stunden,
verliert das Tier an Energie.
Und ich, ich leck mir meine Wunden,
verheilen werden sie wohl nie.




BpunktSpunkt

6.1.08 18:19


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